Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass Patienten mit Parkinson-Krankheit von alliierten Gesundheitsmaßnahmen wie Physiotherapie oder Ergotherapie profitieren. Für die optimale Behandlung von Parkinson-Patienten ist eine Parkinson-spezifische Expertise erforderlich. Fachleute, die im niederländischen Parkinson-Netzwerk ausgebildet wurden, verfügen über dieses Fachwissen. Frühere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der ParkinsonNet-Ansatz zu einer besseren Versorgung bei niedrigeren Kosten führt. Über den Mehrwert dieses Ansatzes auf lange Sicht und in der täglichen Praxis war jedoch wenig bekannt. Daher begann der Krankenversicherer CZ mit der Analyse seiner medizinischen Schadensdatenbank, die 4.381 Patienten mit Daten für einen Zeitraum von 3 Jahren umfasste.

Diese Ergebnisse zeigen, dass Patienten, die von einem spezialisierten Physiotherapeuten behandelt wurden, signifikant weniger Komplikationen wie Knochenbrüche erlitten und auch seltener in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Es gab auch eine Tendenz zu einer niedrigeren Sterblichkeitsrate bei denjenigen, die die spezialisierte Behandlung erhalten hatten. Die Kosten für diese spezialisierte Physiotherapie waren ebenfalls signifikant niedriger. Im Durchschnitt forderten die Patienten fast 400 pro Jahr weniger für eine Spezialbehandlung als für eine normale Behandlung, und die jährlichen Gesamtkosten für das Gesundheitswesen (einschließlich der fachärztlichen Versorgung) waren durchschnittlich um 530 € pro Patient niedriger, da Krankenhauseinweisungen vermieden wurden. In den Niederlanden bedeutet dies eine jährliche Kosteneinsparung von über 11 Mio. EUR.

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